Geschichte des Römischen Reiches

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Römische Geschichte

Untergang des Römischen Reiches

(ab 395 n. Chr)

Der langsame, aber unaufhaltsame Zerfall des Römischen Reiches im Westen war Ergebnis von sehr vielen verschiedenen Faktoren. Zu einem ganz wesentlichen Teil geht dies auf den großen Einfluss der Hunnen zurück. Diese hatten ganz Europa verändert; vergleichbar mit den Auswirkungen eines Kontinente übergreifenden Dominoeffekts. Das zentrale Ereignis in diesem Zusammenhang ist ohne jegliche Form von Zweifel die Schlacht von Adrianopel im Jahre 378 A. D. in deren Folge das Römische Reich zunehmend die Kontrolle über seine westlichen Provinzen verlor. Aber nicht nur die Hunnen, auch andere eindringende Stämme brachten das Römische Reich in sehr starke Bedrängnis. So gingen beispielsweise Mitte des 5. Jahrhunderts große Teile Galliens und Spaniens an die Germanen, die Franken, Goten und Vandalen. Ein besonders herber Verlust für das (west-) Römische Reich stellte jedoch insbesondere der Verlust der afrikanischen Einflussgebiete an die Vandalen im Jahr 435 A. D., wobei jedoch die Stadt Rom bereits 410 durch die Westgoten, später auch durch die Vandalen geplündert wurde.

Ein Blick in die diversen historischen Quellen aber auch in die mittlerweile zahlreich zu diesem Thema publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zeigt immer wieder, dass die Gründe für den letztendlichen Zerfall des Römischen Reiches hochgradig komplex und sehr mannigfaltig sind. Besonders umstritten ist in diesem historisch hochkomplexen Zusammenhang immer noch die Fragen nach den konkreten Prozessen die zu kompletten Transformation des (west-) Römischen Reiches geführt haben. In der Folge dieser Transformationsprozesse kam es zur Herausbildung einer ganzen Reihe germanischer Staaten, welche wiederum spätestens seit dem 7. Jahrhundert als vollkommen souveräne Entitäten gelten konnten.

Interessanter Weise bestand das Römische Heer beispielsweise schon lange nicht mehr nur aus einzelnen Bürgern Roms, sondern auch immer mehr aus barbarischen Söldnern. Hinzu kommt, dass in Anbetracht der riesigen Bedrohung die gesamte Stärke der Römischen Armee nicht mehr ausreichte um an den diversen Fronten erfolgreich Krieg führen zu können. Des Weiteren gab auch zahlreiche "innen-politische" Probleme. Immer häufiger zeigte sich, dass die Römische Verwaltung mit den Jahren nur noch wenig effizient arbeitete. Auch ging es der Wirtschaft immer schlechter und die finanzielle Potenz dies riesigen Römischen Reiches wurde immer schwächer.

Eine nahezu gänzlich andere Lage zeigte sich hingegen im Osten des Römischen Reiches. Allein aus wirtschaftlicher Sicht war der Ostteil Roms wesentlich erfolgreicher und auch die wichtigen strategischen Reserven waren wesentlich besser als die des Westteils. Hinzu kommt, dass Ostrom auch einen wesentlich geschickteren Stil der Diplomatie verfolgte. Begünstigt durch die geografische Lage gab es wesentlich mehr natürliche Grenzen (Taurus-Gebirge, Propontis) die das Eindringen feindlicher Stämme wesentlich erschwerten und in Einzelfällen sogar unmöglich machte.

Aber auch in diesem Bereich wurden die Angriffe der "Sassaniden" immer stärker. Dies zeigte sich insbesondere im Zusammenhang mit der Thronbesteigung Chosraus I. und es wurde die Absicht laut, das den gesamten römischen "Osten" zu erobern. Diese historisch Landmarke markierte dann im Endeffekt das Ende der Koexistenz der beiden Großreiche von Ost- und Westrom.

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Monumentalfilme spielen oft in der Römerzeit.
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